Was ist CheckMK? Eine Vorstellung.

In diesem Beitrag zeige ich, warum mich CheckMK mit einfacher Einrichtung, hoher Flexibilität und starker Unterstützung für moderne IT-Umgebungen überzeugt hat. Perfekt für Homelab und Unternehmen gleichermaßen.

Was ist CheckMK? Eine Vorstellung.
Checkmk Logo und Schriftzug.

Wer eigene Server betreibt - egal ob im Homelab oder im Unternehmen - kennt das Problem nur zu gut: Alles läuft... bis es das plötzlich nicht mehr tut.
Ein Dienst verabschiedet sich. Die CPU hängt dauerhaft am Limit. Oder die Festplatte ist einfach voll. Und natürlich passiert das nie dann, wenn man gerade Zeit und Lust hat, sondern meistens genau dann, wenn es einem so gar nicht in den Kram passt.

Monitoring ist allerdings eine ziemlich komplexe Angelegenheit - zumindest war das in meiner bisherigen IT-Laufbahn so. Ich habe bereits mit Nagios gearbeitet, später mit Centreon. Außerdem konnte ich Erfahrungen mit PRTG Network Monitor und Zabbix sammeln.

Alle diese Lösungen hatten ihre Vor- und Nachteile, wirklich vollständig überzeugen konnte mich allerdings keine davon. Also habe ich mich weiter umgesehen und bin dann bei "CheckMK" gelandet.

Einheitliche IT-Observability für Hybrid & Cloud | Checkmk
Lücke zwischen Legacy- und moderner IT schließen: Checkmk bietet Observability für Cloud, On-Prem & Container. Skalierbar, sicher und hochperformant.
Wer sich mal durch eine Demo klicken möchte, kann sich hier umschauen.
Play with Checkmk in our demo environment
Try Checkmk on our demo server and experience how the leading IT monitoring system ‘feels’ from a customer’s perspective.

Warum ist Monitoring überhaupt so wichtig?

In einer IT-Infrastruktur - egal ob kleines Homelab oder produktive Unternehmensumgebung - ist eigentlich immer das gleiche Ziel entscheidend: Stabilität. Denn Ausfälle in der IT bedeuten fast immer einen zusätzlichen Aufwand und verursachen nicht selten auch erhebliche Kosten.

Server sollen laufen. Dienste sollen erreichbar sein. Und im Idealfall merkt niemand, dass im Hintergrund unzählige Prozesse wie Zahnräder ineinandergreifen.

In der Realität sieht das allerdings oft anders aus. Gerade in virtualisierten Umgebungen wie Proxmox, VMware, Hyper-V laufen virtuelle Maschinen auf einer gemeinsamen Hardware. Und genau hier wird es spannend - oder eher kritisch.

Ohne Monitoring kann es passieren, dass unbemerkt:

  • ein Host langsam überlastet wird
  • RAM vollläuft
  • ein Storage-System an seine Kapazitätsgrenzen kommt
  • oder einzelne Dienste ausfallen

Viele dieser Probleme bahnen sich an und können durch ein effizientes Monitoring verhindert werden.

CheckMK setzt genau hier an. Es sorgt dafür, dass Probleme nicht erst auffallen, wenn der User schon vor einer nicht funktionierenden Anwendung oder Webseite sitzt, sondern deutlich früher. Im Idealfall so früh, dass der Admin noch reagieren kann, bevor überhaupt jemand etwas davon bemerkt.


Einfach überwachen statt ewig konfigurieren.

Ein großer Vorteil von CheckMK ist für mich die Art und Weise, wie das Monitoring aufgebaut ist. Während man bei vielen anderen Lösungen gefühlt erst einmal Tage damit verbringt, Templates anzulegen, Sensoren zu konfigurieren oder irgendwelche Abhängigkeiten zu definieren, funktioniert CheckMK erstaunlich unkompliziert.

Gerade in virtualisierten Umgebungen merkt man schnell, wie viel Arbeit einem das System abnehmen kann. Hosts werden automatisch erkannt, Dienste und Softwarestände sauber inventarisiert, und viele Metriken stehen praktisch sofort zur Verfügung. Das spart Zeit!

Vor allem mit Tools wie Ansible 😏

Dabei ist es auch egal, was überwacht werden soll. Ich bin bisher auf kein System gestoßen, welches ich nicht in CheckMK überwachen konnte. Damit meine ich - Es ist egal ob Linux- oder Windows-Server, Netzwerkhardware oder komplette Virtualisierungsplattformen wie Proxmox oder VMware - vieles funktioniert bereits "out of the box". Genau das hat mir bei anderen Monitoring-Lösungen häufig gefehlt.

Und wenn du doch mal auf etwas stoßen solltest, was du nicht mit "Boardmitteln" überwachen kannst, lohnt sich ein Blick in das CheckMK-Exchange. Das ist eine Platform zum Austausch und Bereitstellen von weiteren Integrationen und Check-Plugins. Hierbei erstellt die riesige CheckMK-Community die meisten Erweiterungen.

Checkmk Exchange
On the Checkmk Exchange users can find custom packages created by community members.

Ich möchte aber unbedingt darauf hinweisen, dass CheckMK keine "Ich-habe-damit-keine-Arbeit"-Lösung ist. Gerade wenn man komplexere Anforderungen hat, kommt man um eigene Regeln, Benachrichtigungen oder individuelle Schwellwerte nicht herum. Der große Unterschied zu anderen Monitoring-Lösungen ist nur, dass man sehr schnell bereits viel überwachen kann. Abschließend benötigt man nur den "Feinschliff".

Das liegt aber an der Natur der Sache. Jede IT-Infrastruktur ist individuell und demnach benötigt jede Umgebung ihre maßgeschneiderte Lösung. Das wird dir kein System dieser Welt abnehmen.

Während ich diesen Blogpost schreibe, fällt mir immer wieder der Begriff der "Eierlegenden Wollmilchsau" ein. Ich finde dieser Begriff passt sehr gut. Denn im Homelab möchte ich wissen, ob alles läuft und frühzeitig informiert werden, wenn etwas aus dem Ruder gerät. Im Unternehmen kommen dann noch Dinge hinzu wie Verfügbarkeit, SLA-Überwachung, Reporting oder auch alternative Alarmierungswege. CheckMK ist echt flexibel und deckt das alles sehr gut ab.

Was mir persönlich außerdem auch gut gefällt (und das sage ich als jemand, der die CLI nicht scheut): Die Oberfläche wirkt trotz der enormen Funktionsvielfalt vergleichsweise aufgeräumt und kann auch nach seinen Bedürfnissen angepasst werden.

Gerade Dashboards können dabei enorm hilfreich sein. Statt sich aktiv durch verschiedene Oberflächen zu navigieren, sieht man auf einen Blick, wenn irgendwo etwas nicht stimmt. Das klingt zunächst banal, macht im Alltag aber einen riesigen Unterschied.

Denn gutes Monitoring bedeutet nicht nur "Fehler anzeigen", sondern auch Informationen so aufzubereiten, dass Probleme schnell erkannt werden können.

Klingt cool? So geht's weiter...

In den nächsten Beiträgen werde ich deshalb immer wieder mal Einblicke in CheckMK geben. Ich denke da an Themen wie Agenten, Benachrichtigungen, Dashboards und Parametrisierung.

Und falls du Anregungen, Wünsche oder Fragen hast, lass es mich gerne in den Kommentaren wissen ✨