Masterbedroom - Ein Rückblick.
Ein Blick in die Vergangenheit. Unser Schlafzimmer und der Renovierungsprozess.
Unser Haus gab es schon, bevor wir diesen Blog ins Leben gerufen haben. Doch auch in dieser Zeit waren wir alles andere als untätig - im Gegenteil: Die ersten Schritte der Renovierung lagen bereits hinter uns. Deshalb gehen wir zurück auf den Anfang 😊 Gestartet sind wir mit der Renovierung unseres Masterbedrooms - und das aus einem ganz pragmatischen Grund. Unser Ziel war es, die finanzielle Doppelbelastung durch Miete und Hauskredit zu vermeiden. Deshalb haben wir unseren Fokus bewusst auf den Raum gelegt, der für uns am wichtigsten war: unseren zukünftigen Schlafplatz und unser Rückzugsort. Wieso Rückzugsort? - Die Erklärung ist relativ einfach. Eine Baustelle in diesem Ausmaß und die geistige, wie auch körperliche Belastung, ist nicht leicht. Deshalb hatten wir schon zwei gute Gründe, diesen Raum als erstes fertigzustellen.
Der Ausgangszustand


Schritt für Schritt haben wir uns durch den Raum gearbeitet. Zuerst wurde der Altbestand vollständig entfernt – ein Moment, der uns sagte: „Jetzt geht’s so richtig los!“ Anschließend haben wir unseren Plan besprochen, die Wände geschlitzt und geschliffen.



Gefolgt von der Demontage der zweiten Heizung. Die Heizungsnische habe ich dann mit einer zusätzlichen Isolierschicht verkleidet, gefolgt von der Vormauerung mit Porenbetonsteinen.





Heizungsnische schließen
Ein großer Teil der Arbeit stecke im Spachteln: Die Wände wurden vollflächig verspachtelt, um später ein gleichmäßiges und hochwertiges Finish zu erreichen. Parallel dazu haben wir die Elektrik angepasst. Die zuvor erstellten Schlitze, wurden verschlossen und ebenfalls verspachtelt. Steckdosen wurden versetzt und neue installiert, eben ganz nach unseren Bedürfnissen.
Dabei haben wir den Ansatz verfolgt:
„Mehr Steckdosen sind mehr Steckdosen. Haben ist besser als brauchen.“
Auf den Bildern ist gut zu sehen, dass wir das Spachteln noch üben mussten. Mit der Zeit hatten wir aber den Dreh raus und haben ein wirklich gutes Ergebnis erzielen können.




Auch an der Decke ging es weiter: Diese wurde abgehangen. Dafür haben wir die bestehende Holzdecke als ebene Unterkonstruktion weiter verwendet. Die Konstruktion haben wir zusätzlich verstärkt und dann wurden Holzbalken mittels Direktabhängern abgehangen. Wichtig hierbei war, dass wirklich jeder Holzbalken perfekt im Wasser sein musste.


Die Balken wurden mittels Wasserwage gerade gebogen und mit den Direktabhängern verschraubt.
Wieso der Aufwand? Wir fanden das cool ☺️ Also ging es an die Beleuchtung. Die Kabel haben wir demnach vorbereitet und die Smarthome-Komponenten mit verbaut. Die Arbeit war relativ angenehm, da man die Einzelkomponenten einfach hat auf die Decke legen können, ohne lästiges gequetsche wie in herkömmlichen Elektrounterputzdosen. Anschließend haben wir die gesamte Verkabelung getestet, samt Dimmer, indem wir die Leuchtmittel eingeschaltet haben.


Ein bisschen Verkabelung 🤗
Weiter ging es mit der indirekten Beleuchtung. Problem hierbei war es, diese an die Direktabhänger montieren/kleben zu können, deshalb kam der 3D-Drucker zum Einsatz.
3D-Drucker sind nämlich kein Spielzeug sondern Werkzeuge! 😉
Also musste für dieses „besondere“ Problem eine maßgeschneiderte Lösung her. Leider fehlen mir die Konstruktionskünste für die „richtigen“ Konstruktionsprogramme. Allerdings fahre ich mit Tinkercad zu gut um, etwas Neueres, Besseres zu lernen.





Tinkercad-Magie ☺️

Wer sich Tinkercad mal ansehen möchte - hier ist der Link.
Zum Zeitpunkt habe ich leider meinen Drucker noch nicht in Betrieb nehmen können (und leider bisher auch nicht). Einfach aus dem Grund, dass dieser für saubere Druckergebnisse und gute Druckbetthaftung eine staubfreie Umgebung benötigt und mit der kann ich leider nicht dienen. Also habe ich gleichgesinnte 3D-Druck-Enthusiasten um Hilfe gebeten. Ein wirklich super Ergebnis - vielen Dank!


Die fertig montierten zigbee-fähigen LEDs.
Zwischenzeitlich haben wir auch an der abgehängenen Decke weitergearbeitet. Das war ein ziemlich anstrengender Arbeitsschritt, da das permanente Überkopfarbeiten ziemlich anstrengend ist. Zudem ist es ja mit der alleinigen Montage der Rigipsplatten nicht getan. Die möchte auch grundiert, gespachtelt und geschliffen werden. Aber so langsam war ein richtiger Fortschritt zu erkennen.


Rigips und Spachtel so weit das Auge reicht.
Parallel dazu haben wir auch die freistehende Wand/Raumtrennung in Angriff genommen. Diese soll das Schlafzimmer in den Schlafbereich und in den Kleiderschrankbereich trennen. Gleichzeitig dient diese Wand als Montagepunkt für einen Schminkspiegel. Also entstanden folgende Aufgaben:
- Unser Boden ist nicht vollständig eben, da er in der Mitte etwas abgesackt ist. Daher müssen wir ihn nivellieren.
- Für den Schminkspiegel ist eine indirekte Hintergrundbeleuchtung geplant. Demnach soll dieser über einen richtigen Schalter an der Wand geschaltet werden. Zudem soll auch eine weitere Steckdose für einen Föhn oder Lockenstab dran.
- Die Wand ist freistehend - das ist ein Problem. Für eine stabile Wandkonstruktion sind für mein Verständnis immer drei „Ankerpunkte“ notwendig. Da wir aber weder an die Decke montieren konnten und wollten und auch den Durchgang nicht verbauen wollten (Es soll nicht erschlagend wirken, sondern weiterhin den Raum mit Licht durchfluten), bliebt uns nur die Option, den dritten Ankerpunkt innerhalb der Wand zu verstecken.



Ein paar Bilder zu den oben genannten Punkten.
Und auch hier wieder - Die Wand wurde mit OSB-Platten und Rigips verkleidet. So hieß es also wieder, spachteln, schleifen und streichen.





Der Endspurt.
Das Schlimmste ist geschafft. Abschließend hieß es nur noch Verputzen und Streichen - Boden verlegen und die Sockelleisten anbringen. Fertig. 😊



Das fertige Ergebnis.
Einmal Danke sagen!
Wir arbeiten die meiste Zeit alleine zu Zweit. Die Betonung liegt hierbei allerdings auf „meiste“.
Aus diesem Grund möchten wir uns herzlichst bei allen Helfern bedanken!
Danke an unsere Familien, Freunde und Arbeitskollegen!